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Führung - der Werkzeugkoffer

Führung - der Werkzeugkoffer

05.09.2019

Einfache Lösungen wie:

„Schraube locker - Schraubenzieher raus – festdrehen – Bingo“

gibt es nicht so oft. Und doch kann die Metapher hilfreich sein, wenn man die Ausstattungen und Funktionsweisen eines Werkzeugkoffers richtig deutet.

Da ist beispielsweise der Koffer an sich, die Hülle, der Rahmen. Der steht für die Einstellung der Führungskraft, die immer dabei ist, das Menschenbild, die Werte ihres Handelns und die Haltung, mit der sie auftritt. Wenn der Koffer offene Stellen hat, durchgerostet ist oder der Griff locker sitzt, dann kann unter Umständen das richtige Werkzeug schon rausgefallen sein. Derjenige, dessen Menschenbild negativ ist, wird auch solche Mitarbeiter anziehen und das Schlechte in ihnen ans Tageslicht befördern wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Der Koffer muss also immer wieder überprüft und von allen Seiten betrachtet werden, damit er passend eingesetzt werden kann – eine Führungskraft braucht dementsprechend viel Selbstreflexion.

Im oberen Bereich des Koffers ist der Steckschlüsselsatz enthalten – für jede Schraube, jeden Dübel der geeignete Aufsatz. Für mich Symbol der Kommunikationswege, die dem Chef zur Verfügung stehen. Braucht es die kurze Ansage, das Teammeeting, den Plausch an der Kaffeemaschine oder eben doch das Jahresgespräch? Ohne Schrauben und Drehen geht es nicht, ohne Worte auch nicht. Das Herzstück guter Führung ist Kommunikation – immer wieder im Gespräch sein und Anliegen klären.

Um Veränderungen vorzunehmen, etwas festzuklopfen oder auch zu entfernen, braucht es dagegen Hammer und Zange. Auch im Führungsalltag müssen immer wieder Grenzen gesetzt, Konsequenzen benannt und damit Ansagen verstärkt werden. Manchmal müssen auch rostige Nägel – schlechte Mitarbeiter – und Konflikte beseitigt, Stachel und krumme Nägel gezogen werden.

Wer grundsätzlich einen Leatherman dabei hat, der ist gut aufgestellt. Das Universalwerkzeug in der Führung ist Wertschätzung gepaart mit Sinnstiftung. Ich schätze dich als Mitarbeiterpersönlichkeit, zeige dir das mit Aufmerksamkeit und Anerkennung, und erkläre dir, welchen Beitrag du persönlich bei der Aufgabenerfüllung leistest – dieses Führungsverhalten wirkt universell motivierend.

Bleibt noch zu klären, wann welches Werkzeug wie eingesetzt wird?
Zur Diagnose braucht der Chef den Zollstock, den Meterstab. Er muss Maß nehmen, einschätzen und abwägen. Im Seminar wird genau das anhand mehrerer Fall- und eigener Beispiele geübt.
Wer verstanden hat, dass man sowohl Schraubendreher als auch Hammer und Zange einsetzen muss, der hat als Führungskraft gewonnen. Beides zeigt Zuwendung und beides braucht es bei effektiver Führung: Kommunikation als Resonanz und Sicherheit durch Begrenzung und Konsequenzen.
Wer Unsicherheiten bei den Mitarbeitern erlebt, der sollte mehr den Schraubendreher ansetzen, sprich auf verschiedenen Kanälen kommunizieren. Wer Fehlverhalten und Grenzüberschreitungen wahrnimmt, der sollte mehr den Hammer schwingen und die Zange dort ansetzen, wo vielleicht der Rost von einem Nagel auf den anderen übergehen könnte. Im Seminar wird genau das analysiert, diskutiert und angewendet.

Der Werkzeugkoffer – wer ihn immer wieder überprüft und die Werkzeuge darin beherzt einsetzt, der wird den großen Herausforderungen des Führungsalltags gewachsen sein. Und kann dann auch sein Feierabendbierchen, das gleich mitgeliefert wird, entspannt genießen. Ein Werkzeug hierfür geben wir Ihnen an die Hand: In unserem Seminar „Führung – der Werkzeugkoffer“ lernen Sie relevante "Führungstools" kennen und erfahren anhand praktischer Beispiele, wie welches Werkzeug gezielt zum Einsatz kommt.

Autorin: Anke von Skerst


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