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Führungslexikon

Führungs-ABC

Feedbackgespräch

Definition

Menschen brauchen ständig Rückmeldungen für das, was sie tun und sind. Das ist ein frühes Bedürfnis und wird in der Entwicklungspsychologie als Spiegelung bezeichnet. Eine Restunsicherheit bleibt aber immer, auch im Erwachsenenalter.

Das Feedbackgespräch gibt der Führungskraft die Möglichkeit, erbrachte Leistungen zu bestätigen oder zu kritisieren. Bei Abweichungen sollte aber nie vergessen werden zu hinterfragen, warum es dazu gekommen ist. Hier zeigt sich das Menschenbild des Vorgesetzten: Hält er etwas von der Person des Mitarbeiters und glaubt, dass es äußere Ursachen für die Abweichung gibt, oder glaubt er, dass der Mitarbeiter als Person zuständig für den oder die Fehler ist. Diese Unterscheidung ist wichtig.

Das Feedbackgespräch sollte dann folgendermaßen aufgebaut sein:

  1. Einstieg mit Eisbrecher, um eine gute Atmosphäre zu erreichen.
  2. Nachfragen nach Ursachen und Umständen
  3. Eigene Einschätzung und Wahrnehmung kundtun
  4. Lösungswege abfragen
  5. Zusammenfassung
  6. Vertrag schließen

Der Vertrag kann ein symbolischer Akt des Handschlags sein, der in der Praxis eine große Wirkung hat. Monologisiert die Führungskraft und gibt sie Lösungen vor, dann kann es sein, dass der Mitarbeiter zwar abnickt, aber nicht sein Verhalten verändert.

Feedback geben und nehmen können ist aus meiner Sicht DIE zentrale Führungsqualifikation.

Autorin: Anke von Skerst
Management-Trainerin für Kommunikation und Führung

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