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Führungslexikon

Führungs-ABC

Ist eine hohe Mitarbeiterfluktuation gut oder schlecht?

Mitarbeiterfluktuation

Diese Frage kann so pauschal nur schwer beantwortet werden. Zunächst müsste definiert werden, was eine hohe Fluktuation bedeutet. In der Gastronomie ist es gang und gäbe, nach 1-2 Jahren den Betrieb zu wechseln, um möglichst viele unterschiedliche Betriebe kennenzulernen und in seinem Lebenslauf vorweisen zu können. Diese Berufe haben eine schnelle Einarbeitungszeit und weisen vergleichbare Arbeitsvorgänge in unterschiedlichen Betrieben und Ländern auf.

Neue Mitarbeiter bringen innovative Ideen mit, sorgen für frischen Wind und setzen der reaktionären Haltung: ‚das haben wir immer so gemacht‘ etwas entgegen.

Bei unpassenden Rekrutierungsprozessen ist Fluktuation außerdem die bessere Variante, wenn man bedenkt, dass deplatzierte Mitarbeiter auch bleiben und einen schlechten Job machen können.

Auf der anderen Seite ist Fluktuation ein sehr belastender Faktor für ein Unternehmen. Zu den wirtschaftlichen Kosten wie Mitarbeiterakquise, Bewerbungsverfahren, Auswahl, Einarbeitung, Anfangsfehler etc., kommen bei einer hohen Fluktuation soziale Kosten wie Systemveränderung und Auflösung von Beziehungen hinzu.

Erfahrungsgemäß ist eine wirklich hohe Fluktuation von Mitarbeitern schlecht. Sie ist meist Folge von Unternehmens- und Führungsfehlern und zieht zweifelhaften Leumund nach sich. Sie kostet viel und sorgt für Prozessfehler durch Unterbesetzung, mangelnde Einarbeitungszeiten und Überlastung der Verbliebenen. Es kommt zu Destabilisierung und Enttäuschungen. Gute Führungskräfte binden Mitarbeiter an das Unternehmen, weil sie mehr verbindet als Leistung: persönliche Beziehungen, Vertrauen und Werte.

Autorin: Anke von Skerst
Management-Trainerin für Kommunikation und Führung

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